HNA am 27.12.2008: Mit neuem Klang

Bischof weihte am 1. Weihnachtstag Glocken ein

Sie strahlten um die Wette: Nach dem Einweihungsgottesdienst stellten sich Pfarrerin Sabine Arnold und Bischof Dr. Martin Hein an einem Glockenmodell zum Erinnerungsfoto auf. Foto: Zerhau

Hebel. Gute zwei Jahre haben sich die Einwohner von Hebel auf ihre neuen Bronzeglocken gefreut. Seit dem 1. Weihnachtstag ist der Glockenklang nun über den Dächern des Waberner Ortsteils und darüber hinaus zu hören.

In einem feierlichen Weihnachtsgottesdienst in der voll besetzten Hebeler Kirche wurden die drei Klangkörper eingeweiht. Zu diesem besonderen Anlass kam Bischof Dr. Martin Hein nach Hebel, um gemeinsam mit Pfarrerin Sabine Arnold und der Gemeinde die Glocken zu segnen.

In seiner Predigt sagte Bischof Hein, dass die Menschen in Hebel in diesem Jahr gleich doppelten Grund zur Freude hätten. Neben der Geburt Christi könnten sie auch die Einweihung der neuen Glocken feiern und hätten sich damit auch gleichzeitig das größte Weihnachtsgeschenk gemacht. Die Glocken würden Heimatgefühl und Heimatverbundenheit vermitteln. Der Bischof würdigte das große Engagement in Hebel, wo in nur gut zwei Jahren erstaunliche 45 000 Euro zusammengekommen seien.

Um 10.45 Uhr läutete die große Glocke mit dem Namen "Ehre sei Gott in der Höhe" das erste Mal, zwei Minuten später erklang die zweite Glocke mit dem Namen "Frieden auf Erden", weitere zwei Minuten später erklang Glocke drei mit dem Namen "Den Menschen ein Wohlgefallen". Zusammen mit den Glocken sang die Gemeinde das Lied Nun danket alle Gott.

Nach Gottesdienst und Abendmahl feierte die Gemeinde ausgiebig. (zzp)


HNA am 18.12.2008:
Hebel. War das eine Woche:
Die Ankunft und der Einbau der neuen Glocken für die Kirche in Hebel sorgten in dem Waberner Ortsteil für Trubel.

Viele Hebeler kämpfen jetzt vermutlich mit Verspannungen im Hals- und Nackenbereich, denn sie standen am Dienstag gute zwei Stunden am Kirchturm mit dem Kopf im Nacken und verfolgten die Arbeiten oben am Turm. Mit einem riesigen Kran wurden zuerst die drei alten Glocken aus dem Glockenstuhl geholt und abgelassen. Dann waren die drei Neuen dran. Noch geschmückt, ging es per Kran in luftige Höhe.

Karl-Heinz Faust, Fuhrunternehmer aus Hebel, hatte die drei Glocken in Karlsruhe abgeholt. Jetzt band er eine nach der anderen mit Gurten an den Kran, half mit, den Traum zu verwirklichen. Pfarrerin Sabine Arnold hatte sich staunend in die Zuschauer eingereiht.

Oben im Turm hatten unterdessen die Monteure Günter Gläser und Hartmut Hörr der Glockenfirma Bachert Schwerstarbeit zu leisten. Mit Flaschenzügen und Muskelkraft hievten sie die drei Klangkörper an ihre Positionen. Unterstützung gab es durch Heinrich und Otto Brassat sowie Johannes Jäger aus Hebel.

Zum ersten Mal werden die Glocken beim Einweihungsgottesdienst mit Bischof Dr. Martin Hein am 1. Weihnachtstag um 10 Uhr erklingen. (zzp)


HNA am 16.12.2008: Hunderte begrüßten die neuen Glocken

 

Große Freude herrschte am Wochenende im Waberner Ortsteil Hebel: Die neuen Bronzeglocken wurden gebracht. Unter den Klängen des Waberner Posaunenchors begrüßten mehrere hundert Menschen die drei Klangkörper aus Karlsruhe.

Pfarrerin Sabine Arnold war sichtlich erleichtert, dass die geplante Einweihung und das erste Läuten am 1. Weihnachtstag klappen werden. Denn zwei Mal war der Guss verschoben worden. Doch nun ist alles gut, heute beginnen die Einbauarbeiten. Gestern wurde der Glockenturm bereits dafür geöffnet. (zzp)


HNA am 24.11.2008: Flüssige Bronze statt Schnee

Hebeler waren beim Glockengießen dabei

 

Hebel. So heiß war vielen Hebelern lange nicht mehr. Vom Wintereinbruch spürten sie am Freitag nichts: 29 Einwohner aus Hebel, Falkenberg und Rockshausen waren mit Pfarrerin Sabine Arnold dabei, als die neuen Bronzeglocken für die Hebeler Kirche in Karlsruhe gegossen wurden.

Per Bus ging es zur Firma Bachert, einer von sieben Glockengießereien in Deutschland.

Handarbeit: Wunderschöne Musterexemplare wiesen den Besuchern der Weg in die Betriebshallen, wo die Glocken entstehen. In einem großen Raum wurde die Gruppe aus Hebel von Christiane Bachert begrüßt. Mit dabei zwei weitere Gruppen aus Bodenfelde und Fürstenwalde, deren Glocken ebenfalls an diesem Tag gegossen wurden. In einem Vortrag schilderte Christiane Bachert, dass eine Bronzeglocke nach uralter, handwerklicher Tradition in Handarbeit hergestellt wird. Danach hatten die Besuchergruppe die Möglichkeit, sich einen Film über die Fertigung einer Glocke anzuschauen. Doch alle wollten dies bei ihren eigenen Glocken selbst miterleben.

Flüssige Bronze: In der Gießerei lenkte ein riesengroßer Ofen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Glühende Ofenteile und Flammen, die in ein großes Abluftrohr strömten, deuteten auf eine große Hitze hin. Auf über 1000 Grad muss die flüssige Bronze aus 78 Prozent Kupfer und 22 Prozent Zinn erhitzt werden, um gegossen werden zu können.

Zwei Mitarbeiter der Firma rührten das Metall mit einem baumstammähnlichen Holz um und mit einem speziellen Thermometer wurde die aktuelle Temperatur erfasst. Zweimal musste der Guss verschoben werden, da die Temperatur noch nicht erreicht war. Die Gemeindemitglieder blieben aber trotzdem in der Gießerei und warteten geduldig auf den Beginn der Gießarbeiten.

Glockenform: Um 16.35 Uhr öffneten die Glockengießer der Kanal, aus dem das flüssige Metall in die Glockenformen lief. Zunächst wurde eine Glockenform für Bodenfelde ausgegossen, um 16.40 Uhr floss dann das Metall in die Form für die erste Hebeler Glocke.

Klangtest: Über eine halbe Stunde dauerte es, bis alle Formen ausgegossen waren. Für die in der extremen Hitze und mit Staub geschwängerten Luft der Gießerei tapfer ausharrenden Besucher war es aber das Erlebnis, auf das sie zwei Jahre gewartet hatten.

Eine ganze Woche müssen die Glocken in den Formen unter der Erde auskühlen. Danach werden sie ausgegraben, die Form aus Lehm wird entfernt, und die Glocke wird gesäubert. Nach einem Klangtest steht dann fest, ob die Glocke gelungen ist und ausgeliefert werden kann. (zzp)

Die Kosten

Wie Pfarrerin Sabine Arnold sagte, werden sich die Gesamtkosten für die neuen Glocken auf 75 000 Euro belaufen. Darin sind neben den Kosten für die Glocken alle großen Arbeiten wie Transport und Einbau inbegriffen. Innerhalb von nur zwei Jahren hat es die Kirchengemeinde geschafft, 44 000 Euro zu sammeln. Dazu kommen 30 000 Euro vom Kirchenkreis Homberg.

Das erste Läuten

Auf jeden Fall sollen die Glocken am ersten Weihnachtstag zum ersten Mal erklingen und mit einem Gottesdienst ab 10 Uhr eingeweiht werden. Dazu kommt Bischof Dr. Martin Hein nach Hebel.

Die drei neuen Glocken

Die größte davon bekommt den Namen Ehre sei Gott in der Höhe. Sie wird im Ton fis erklingen und wiegt 750 Kilogramm. Die zweite Glocke, die den Namen Frieden auf Erden trägt, wird im Ton a erklingen und wiegt 470 Kilo. Die dritte Glocke mit dem Namen Den Menschen ein Wohlgefallen wird im Ton zu hören sein und ist mit 350 Kilo die leichteste Glocke.


HNA am 3. November 2008: Musiker brachten 1000 Euro in die Kasse

Über 200 Besucher füllten die Kirche in Hebel beim Irish Folk-Konzert am Reformationstag

Hebel. Das kann sich sehen lassen: Weit über 1000 Euro kamen an Spenden zusammen beim Irish-Folk-Konzert, das der Förderkreis Bronzeglocken Hebel um Pfarrerin Sabine Arnold am Abend des Reformationstages in der Hebeler Kirche veranstaltet hatte.

Die Resonanz war sehr gut: Mehr als 200 Besucher waren zu dem Konzert in die romantisch illuminierte Kirche gekommen und lauschten den Klängen der Gruppe Three Potheen, die Songs aus Irland vortrug.

In den zwei Pausen wurden den Gästen kleine Speisen und Getränke angeboten. Der Renner war, passend zum Thema, der Irish Coffee.

Da kein Eintrittsgeld erhoben wurde, ließen sich die Gäste nicht lumpen und griffen für eine Glocken-Spende tief ins Portemonnaie.

Etwas Sorgen bereitet Pfarrerin Sabine Arnold die inzwischen vierte Verschiebung des Gießtermins. Jetzt sollen die drei Glocken für die Hebeler Kirche am 21. November in Karlsruhe gegossen werden. Sie sollen noch immer pünktlich an Weihnachten erstmals erklingen. (zzp)


HNA am 26. Juni 2008: 35 000 Euro sind schon da

Spendenaktion in Hebel: Zu Weihnachten sollen bereits die neuen Glocken läuten

 

Hebel. "Süßer die Glocken nie klingen, als zu der Weihnachtszeit." So wie in diesem Weihnachtslied wird es auch im Waberner Ortsteil Hebel sein. Noch in diesem Jahr sollen die neuen Glocken in der Kirche läuten.

Der Spendenkonto-Stand sieht schon gut aus, aber es fehlt immer noch einiges an Geld. Zurzeit sind 35 000 Euro zusammengekommen. "Wir sind kurz vor dem Ziel, auch wenn uns noch etwa 10 000 Euro fehlen, um unser großes Vorhaben voraussichtlich im Dezember dieses Jahres in die Tat umzusetzen", sagte Pfarrerin Sabine Arnold in der jüngsten Förderkreissitzung im Pfarrhaus.
Eigentlich waren 40 000 Euro veranschlagt, doch durch eine Preissteigerung für Glockenbronze von 6,75 Euro auf 8,60 Euro pro Kilo ging der Preis in die Höhe. Wie bereits im vergangenen Jahr soll auch in diesem Jahr der freiwillige Kirchgeldbetrag auf das Glockenkonto fließen. Weitere Summen erhofft sich der Förderkreis Bronzeglocken von den Einnahmen des Dorffestes anlässlich der Fertigstellung der Dorferneuerung am 5. und 6. Juli in der Dorfmitte. Die Hälfte vom Gesamterlös kommt dem Förderkreis zugute.
Zwar sind die Glocken noch nicht gegossen, das soll im Herbst stattfinden, aber es wird bereits nach Namen für die drei Klangkörper gesucht. Vorschläge können an das Evangelische Pfarramt in Hebel gerichtet werden. (zzp)

Spendenkonto Förderkreis Bronzeglocken Hebel: Konto-Nummer: 11 000 83 31, Bankleitzahl: 520 521 54 bei der Kreissparkasse Schwalm-Eder.
Kontakt: Evangelisches Pfarramt Hebel, Bornstrasse 2, 34590 Wabern-Hebel. Tel. 0 56 81 / 23 68. E-Mail: pfarramt.hebel@ekkw.de


HNA am 15.11.2007:

Der halbe Weg zum ersten Glockenschlag

Der Förderkreis Bronzeglocken Hebel hat über 50 Prozent des Geldes bereits zusammen

Stolz auf den großen Spendenerfolg: von links Bernd Schröder und Herbert Bringmann, die neu gewählten Förderkreissprecher, Heike Ehm, Ernst Wiegand, Hans Wissel, Tanja Klingler, Schatzmeisterin des Förderkreises, Karlheinz Hartung, Martina Lossek, (sie gewann den Hauptgewinn bei der Tombola, eine Martinsgans, die Hartmut Pfläging aus Hebel gespendet hat), Karlheinz Ehm, Pfarrerin Sabine Arnold und der Glockensachverständige Friedrich Luncke aus Niestetal. Foto: Zerhau

Hebel. Strahlende Gesichter beim Förderkreis Bronzeglocken in Hebel. Von den 40 000 Euro für die neuen Glocken kamen innerhalb des ersten Jahres über 26000 Euro zusammen. Aus Freude darüber und um den Spendern, sprich den Einwohnern aus Hebel, Falkenberg und Rockshausen und den umliegenden Orten, Danke für die große Spendenbereitschaft zu sagen, gab es jetzt ein kleines Fest.

Am Nachmittag konnten die Besucher den Glockenturm besteigen und die alten Glocken betrachten. Nach Kaffee und Kuchen wurde in der proppevollen Kirche ein Festgottesdienst gefeiert. Die Kirche, so Pfarrerin Sabine Arnold, sei dabei beinahe so voll wie an Weihnachten gewesen. Nachdem die Kinder zum Martinsumzug mit ihren Laternen nach draußen gegangen waren, versuchte Pfarrerin Arnold in der Predigt die Gemeinsamkeiten zwischen dem heiligen Martin und den Glocken herauszustellen. Beide verkündeten Gottes frei machende Botschaft in der Welt.

Nach dem Gottesdienst gab es auf dem Hof hinter dem Pfarrhaus Glockenpunsch, Apfelwein und Brezeln für die mehrere hundert Besucher und über 600 Euro Reinerlös für die Spendenkasse. Den Abschluss bildete ein Vortrag vom Glockensachverständigen Friedrich Luncke aus Niestetal über die Entstehung von Bronzeglocken. (zzp)


HNA am 18.7.2007:

Anzeige steht auf 22 400 Euro

 

Hebel. Ein großen Schritt in Richtung neue Bronzeglocken machte jetzt der Förderverein in Hebel. Die VR-Bank-Direktoren Karl-Heinz Gräser (links) und Dieter Rembde (rechts) überreichten in der Kirche in Hebel eine Spende für die neuen Glocken in Höhe von 5000 Euro an Pfarrerin und Vereinsvorsitzende Sabine Arnold (Mitte). Die Pfarrerin hatte zum Fototermin die aktuelle Spendenanzeige mit dabei, die jetzt den stolzen Betrag von 22 400 Euro Guthaben aufweist. (zzp)


HNA am 16. 5.2007:

Spenden statt Kirchgeld

Das Kirchspiel Hebel setzt auf die Spendenbereitschaft der Gemeindemitglieder

  

Hebel. Alles neu macht der Mai. Nach diesem Motto agiert seit Monatsanfang die Kirchengemeinde Hebel mit den zugehörigen Orten Hebel, Falkenberg und Rockshausen. Denn in der Kirchengemeinde wurde das Pflichtkirchgeld abgeschafft, und man setzt nun auf die freiwillige Spendenbereitschaft der Gemeindemitglieder.

In Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Bronzeglocken hatte der Kirchenvorstand in diesem Jahr beschlossen, den Gemeindebeitrag für die Erneuerung der drei Glocken zu verwenden.

Bisher, erklärt Hebels Pfarrerin Sabine Arnold, seien pro Haushaltsvorstand knapp über drei Euro pro Jahr in die Kirchenkasse zu entrichten gewesen. Das heißt, dass bei einer Anzahl von 500 Haushalten in den drei Waberner Ortsteilen bislang jährlich 1500 Euro zusammen kamen. Mit dem freiwilligen Kirchgeld verspricht sich die Pfarrerin höhere Einnahmen. Um es den Gemeindemitgliedern zu erklären und näher zu bringen, sind seit Beginn des Monats 20 Männer und Frauen aus dem Kirchenvorstand und dem Förderkreis in den Orten von Haus zu Haus unterwegs.

 Die Einnahmen, so Pfarrerin Sabine Arnold, seien ausschließlich für die neuen Bronzeglocken in der Kirche von Hebel vorgesehen. Insgesamt muss das Kirchspiel Hebel 40 000 Euro aufbringen, damit im Kirchturm die alten, maroden Eisenglocken gegen die neuen Bronzeglocken ausgetauscht werden können. Alles in allem kosten die drei Glocken inklusive der erforderlichen Arbeiten am Glockenstuhl 80 000 Euro.

Mit zahlreichen Aktionen wie der Herausgabe eines Plätzchenbackbuches und einem Erntedankfest im vergangenen Jahr sind bisher 10 000 Euro für die neuen Glocken eingekommen. Erfreut sind Kirchengemeinde und Förderkreis über eine Spende aus Wabern. Der Spender, der nicht genannt werden möchte, spendete die Funkuhr für die Läuteanlage im Wert von 825 Euro. Es werden Spendenquittungen ausgestellt und versandt. (zzp)

Bankverbindung: Kreissparkasse Schwalm-Eder - BLZ: 520 521 54 - Spendenkonto-Nr. 110 008 331.


Heimatnachrichten am 19.4.2007:

Hebel. Zwei Überbleibsel einer wechselhaften Kirchengeschichte sollen sich in Hebel gegenseitig erübrigen: Das alte Pflichtkirchgeld und die drei Eisenglocken aus dem Jahr 1949 im Kirchturm des Ortes. Aus der Pflicht zum finanziellen Obulus für die eigene Gemeinde soll sozusagen die Lust werden, ein gemeinsames Ziel zu verfolgen: Drei neue Bronzeglocken anschaffen zu können. Ein finanzieller Kraftakt, der nur auf freiwilliger Basis und ohne Zwang zu vollführen ist, so der Grundgedanke von Pfarrerin Sabine Arnold, auch Vorsitzende des Förderkreises „Bronzeglocken“. Sie sollen drei Eisenglocken ersetzen, die seinerzeit, Ende der 40-er Jahre, ein aus Not billiger Ersatz für hochwertigeres Glockenmaterial waren, das wiederum für die Kriegsindustrie eingeschmolzen worden war.

„Mit dem Pflichtgeld ist es wie mit den Steuern: Wenn man muss, zahlt man nicht gerne.“  Deshalb habe der Kirchenvorstand die in anderen Gemeinden nur noch historisch nachweisbare Zwangsabgabe von ein paar Euro pro Jahr abgeschafft und die Mitglieder aufgefordert, einen Beitrag in Höhe des eigenen Ermessens für die neuen Glocken zu spenden. 7.212 Euro befinden sich bereits auf dem Spendenkonto mit der Nummer 110008331 bei der Kreissparkasse Schwalm-Eder (BLZ 52052154). Neben Zuschüssen der Landeskirche muss die Kirchengemeinde etwa 40.000 Euro aus eigener Kraft beisteuern. Symbolische Einzelteile und Zertifikate für Spender sollen den Bürgern aus Hebel, Falkenberg und Rockshausen den Griff in die Geldbörse erleichtern. Zehn Kilogramm Bronze kosten 67,50 Euro, zehn Buchstaben für die Glockeninschrift 26 Euro, ein Zierfries 160 Euro oder die Funkuhr für die Läuteanlage 825 Euro. Wer spendet, kann sich als Mitbesitzer betrachten. Und damit Schlimmes verhindern. Denn im jüngsten Gutachten, das den Zustand der Eisenglocken beschreibt, steht schwarz auf weiß: „[...] Der Glockenstuhl ist an mehreren Stellen erheblich geschwächt und die Glocken selbst sind in keinem guten Zustand. In Glocke III ist im Schlagringbereich ein tiefes Loch erkennbar; nicht zuletzt dieses lässt darauf schließen, dass auch mit innerer Korrosion der Glocken zu rechnen ist. So ist davon auszugehen, dass die Eisenglocken, die ohnehin nur über eine begrenzte Haltbarkeit verfügen, schon so stark geschädigt sind, dass mit ihrem Zerbrechen zu rechnen ist [...]“.  

 


HNA am 6.12. 2006: Plätzchen für neuen Klang

Der Förderkreis Bronzeglocken Hebel hat ein eigenes Backbuch herausgebracht

HEBEL. Rezepte für leckere Plätzchen - damit will der neu gegründete Förderkreis der Kirchengemeinde Hebel die ersten Euros für neue Bronzeglocken in der Kirche einnehmen.

In Wochen langer Arbeit wurden bei Einwohnern aus Hebel und Umgebung die leckersten 55 Plätzchenrezepte gesammelt und zu einem Buch gebunden. Insgesamt stellten sie 200 Exemplare des Backbuches her.

Die raren Bücher werden beim Weihnachtsmarkt in Falkenberg am kommenden Samstag, 9. Dezember, ab 13 Uhr verkauft. Sollten noch Backbücher übrig bleiben, gibt es sie im Pfarrhaus in Hebel. Zum Buch wird als kleine Beigabe ein Tütchen mit Plätzchen gereicht - als erste Kostprobe.

Grund für die Aktion sind die alten und zum Teil maroden Kirchenglocken, die gegen neue und wohl klingende Bronzeglocken ausgetauscht werden sollen. Das ist allerdings nicht von heute auf morgen zu bewältigen, denn neue Glocken können aus dem Haushalt nicht bezahlt werden. Deshalb wurde ein Förderkreis gegründet, der nichts anderes zu tun hat, als tolle Ideen aus der Kirchengemeinde in klingende Euro-Münzen umzuwandeln. (zzp)

Kontakt: Pfarramt Hebel, Pfarrerin Sabine Arnold, Telefon: 0 56 81 / 23 68. Bankverbindung: KSK Schwalm-Eder Konto: 11 000 83 31 BLZ: 520 521 54 Stichwort: Spende Förderkreis Bronzeglocken; www.bronzeglocken-hebel.de


HNA am 06.10.2006:

Neue Klänge für Hebel

Förderkreis sammelt Spenden für Kirchen-Glocken - 1000 Euro schon auf dem Konto

Hebel. Voll und klar sollen die Kirchenglocken in Hebel bald wieder läuten. Dafür will der Hebeler Förderkreis Bronzeglocken sorgen, der in diesem Jahr gegründet wurde. Er sammelt Spenden für ein neues Kirchengeläut, da die drei alten Eisenglocken in einem schlechten Zustand sind.

Eisenglocken sind marode

Die alten Glocken wurden nach dem Zweiten Weltkrieg angeschafft und läuten seitdem. Sie sind aber nur begrenzt haltbar und schon stark angegriffen, eine hat sogar ein Loch. Und so klingen sie auch. Das jüngste Gutachten stammt aus diesem Jahr. Es bescheinigt einen sehr geschwächten Glockenstuhl und rechnet sogar mit dem Zerbrechen der Glocken.

Ein neues Geläut aus haltbarer Bronze ist aber nicht billig. 40 000 Euro müssen erst zusammen kommen, bevor die neuen Glocken gegossen werden können. Das Projekt wurde zum ersten Mal im Hebeler Erntedankgottesdienst vorgestellt. Zur Einstimmung sangen die Chöre aus Hebel und Unshausen das Lied "Glocken der Heimat".

Pfarrerin Sabine Arnold berichtete über die Arbeit des Förderkreises. 400 Menschen besuchten den Gottesdienst und feierten im Anschluss in der Halle von Saurs das Erntedankfest weiter.

Der Erlös von Eintopf und Würstchen, Kaffee und Kuchen und frisch gepresstem Apfelsaft ging an den Förderkreis. 1000 Euro kamen zusammen. Glocken spielten auch beim Gewinnspiel eine Rolle, das Mariechen Völker aus Falkenberg gewann: Sie hatte das Gewicht einer Bronzeglocke richtig geschätzt, die im Glockenturm gefunden worden war. Ihr Preis war ein Präsentkorb.

Jeder kann dem Förderkreis mit einem Jahresbeitrag von 30 Euro beitreten und mit dazu beitragen, dass die Summe von 40 000 Euro so bald wie möglich zusammenkommt.

Unter www. bronzeglocken-hebel.de ist der Förderverein jetzt auch im Internet vertreten. (chj)